ESGI_Logo2

Willkommen bei ESGI Autogastechnik

Produkte
service
autogas
Formulare

Vorwort:
Aufgrund von steigendem Interesse an Autogas und den häufigen "falschen" Informationen über das Thema Autogas, wollen wir in dieser Rubrik fundierte Informationen zusammentragen. Insbesondere wollen wir Autogas-Neulingen den Einstieg in die Thematik erleichtern und stehen natürlich auch zu persönlichen Auskünften zur Verfügung. Hierzu klicken Sie unsere Rubrik "Kontakt" an und senden das Anfrage-Formular an uns.
Die hier gesammelten allgemeinen Informationen stammen aus unterschiedlichen unabhängigen Quellen, wie z.B. Deutscher Flüssiggasverband; Zeitschrift AutoGas Journal etc.

Ihr
ESGI-Team

** Was bedeutet welche Abkürzung:
-LPG (engl.) : Liquefied Petroleum Gas (=Flüssiggas/Autogas)
-GPL (franz.): Gaz Petroleum Liquide (=Flüssiggas/Autogas)
-Bivalent (Bi-Fuel): Fahrzeuge die mit Benzin, als auch mit Gas betrieben werden können.
-Monovalent: Fahrzeuge die nur mit Gas angetrieben werden.
-LPI (engl.) : Liquid Propane Injection, heißt Flüssig-Propan-Einspritzung bzw. Flüssiggas-Einspritzung. Der Vorteil dieses Einspritzsystems ist die kühlende Wirkung des verdampfenden Autogases (Innenkühlung) und dadurch ergibt sich eine höhere Motorleistung. Diese Technik ist aber noch in der Erprobungsphase. Laut der Zeitschrift AutoGas Journal 06/07 2009 sind aber einige Hersteller auf gutem Weg.
-OEM : Original Equipment Manufactuer und bezeichnet die Originalausstattung eines Fahrzeugs ab Herstellerwerk. Für Autogas heißt das also, die Autogasanlage wird ab Werk angeboten und muß nicht mehr nachträglich umgerüstet werden.
 

** Autogas ist Flüssiggas:
Flüssiggas ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Es wird als besonders leichtes Mineralölprodukt bei der Erzeugung von Erdgas und Rohöl, sowie in den Raffinerien gewonnen. Früher wurde es als Abfallprodukt abgefackelt und belastete so die Umwelt zusätzlich mit CO2. Gegenüber Erdgas hat Flüssiggas/Autogas den Vorteil, dass die Tanks kleiner sind und auch der Druck von 8 bar (Erdgas hat ca. 200 bar) geringer ist. Da Autogas sich bereits bei geringem Druck verflüssigt und dann nur noch 1/260 seines gasförmigen Volumens aufweist.
Die niedrigen Steuern -Steuerbegünstigung bis mindestens 2018- lassen Autogas immer beliebter werden. Der Literpreis für Autogas beträgt bundesweit im Durchschnitt ca. 60 Cent, regional teilweise sogar 55 Cent. Auch das Tankstellen-Netz in Deutschland wird immer dichter und liegt bei ca. 3500 (Stand: 2008) gegenüber Erdgas mit ca. 500 Tankstellen.
 

** Autogas ist umweltfreundlich:
Beim Einsatz von Autogas entstehen im Vergleich zu anderen Kraftstoffen wesentlich weniger Abgasemissionen. Insgesamt zählen die von Autogas-Fahrzeugen erzeugten Abgase zu den niedrigsten, die z.Zt. Verbrennungsmotoren freisetzen. Der Alternativkraftstoff ist nahezu schwefelfrei und die Verbrennung erfolgt fast ohne Ausstoß von Ruß. Die Stoffe CO, HC und NOx sind stark vermindert. Bis zu 18% werden die CO2-Emissionen gemindert. Da Autogas bezogen auf Benzin, etwas weniger Energie enthält, kann der Kraftstoffverbrauch etwas höher liegen (ca. 5 bis 15%).
 

** Autogas wird eingetragen:
Seit dem 01.Oktober 2005 geben die Straßenverkehrszulassungsbehörden bei Neuanmeldung und Besitzerumschreibung von Kfz nur noch die neuen Zulassungsbescheinigungen I und II aus. Diese Bescheinigungen sind europaweit einheitlich und ersetzen den Kfz-Schein und den Kfz-Brief in Deutschland. Europaweit wird in Zeile P.3 die Kraftstoffart bzw. die Energiequelle verschlüsselt eingetragen. Monovalente LPG-Fahrzeuge werden unter 005 und bivalente unter 006 geführt. Die früheren Unterscheidungskriterien "mit/ohne GKAT" und "mit OBD" gibt es nicht mehr. In der Zeile V.7 der aktuellen Zulassungsbescheinigung I wird der kombinierte C02-Emissionswert festgehalten. Damit haben zukünftig die Bundesbehörden die Möglichkeit Abgaben auf Kfz CO2-bezogen zu erheben.
Qualifizierte Fachwerkstätte informieren Sie ausführlich, welche Dokumente für welchen Fall vorgelegt werden müssen bzw. sorgen bei nachräglicher Umrüstung für das beibringen der entsprechenden Abgasgutachten und TÜV-Bescheinigungen. Mit diesen Unterlagen werden dann alle Einträge von Ihrer örtlichen Zulassungsbehörde vorgenommen.
 

** Autogas und Motorschäden:
Grundsätzlich sind Schäden nach einer Umrüstung auf Autogas sehr selten, aber wenn sie auftreten, haben sie in der Regel folgende Gründe:
1. falscher Einbau bzw. falsche Einstellungen der Autogasanlage.
2. falsche Fahrgewohnheiten des Autogasfahrers. Ständiges Hochgeschwindigkeitsfahren (Gasfuß) überhitzt den Motor und kann im schlimmsten Fall zu Ventilschäden und letztlich dann zum Motorschaden führen.
3. Fahrzeug ist nicht Autogastauglich, z.B. weil schon zu hohe Laufleistung (mehr wie 140.000km), älter wie 9 Jahre, benzinseitig schon Laufmängel.

Qualifizierte und zertifizierte Umrüstbetriebe werden Sie in der Regel auf diese Punkte hinweisen bzw. ausführlich beraten und Ihr Fahrzeug entsprechend vor dem Einbau prüfen. Gegenbenenfalls empfiehlt sich der Austausch der weichen Ventilsitzringe gegen gehärtete.
Der Abschluss einer entsprechenden Garantieversicherung bietet Ihnen zusätzlichen Schutz vor unliebsamen Kosten. Fragen Sie Ihren Umrüstbetrieb nach dieser Möglichkeit.

Feststellungen zum Gasanlageneinbau:

• Ihr Fahrzeug wird nach dem Umbau auf ein Standardprogramm eingestellt wird. Je nach
Fahrstil kann es zu bestimmten Lastzuständen, wie zu einem Ruckeln sowie zu einem
erhöhten Gasverbrauch kommen (Mehrverbrauch 15-25%).
• an dem Standardprogramm – nach Durchlauf des Entlüftungsprogramms –
Korrektureinstellungen vorgenommen werden. Die Korrektureinstellungen erfolgen bei
Ihrem Umrüst-Betrieb. Von einem abgeschlossenen Durchlauf des Entlüftungsprogramms
kann nach ca. 3 kompletten Tankfüllungen ausgegangen werden. Im Rahmen der
Korrektureinstellung kann gemäß Kundenwunsch auf einen persönlichen Fahrstil eingegangen
werden.
• bei Entlüftungsfahrten – insbesondere für die ersten 3 Tankfüllungen nach dem Umbau
auf die Gasanlage – die Gastanks bis zum automatischen Umschalten von Gas auf Benzin
zu fahren und erst danach wieder mit Gas zu betanken sind. Der Umschaltvorgang kann
mittels der vorhandenen Anzeige abgelesen werden.
• bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt das Fahrzeug bei Gasbetrieb bis zum Erreichen
der Betriebstemperatur schonend zu fahren ist. Zu vermeiden sind ein sogenannter
„Kavalierstart“ und Volllastfahrten. Bei Nichtbeachtung dieser Verhaltensdirektiven ist ein
Ausfall der Gasanlage möglich.
• die Anlage öfters eingestellt werden kann (6-8 mal) und dies keinen Mangel darstellt.
• zusätzlich andere Bauteile (z.B. Luftmassenmesser, Zündspulen, Zündkerzen, Lambdasonden)
erneuert werden können, da Gasfahrzeuge einen höheren Zündspannungsbedarf
haben.
• das die Gas-Tankanzeige keinen genauen Füllstand des Gases im Gastank anzeigt.
• die Gastankstellen sorgfältig auszuwählen sind. Auf Grund von Verunreinigungen
bei Tankstellen-Gastanks kann es zu Verstopfungen von einzelnen Bauteilen der
Fahrzeug-Gasanlage kommen. Hieraus resultierende erforderliche Reinigungs-, Einstellund
Reparaturarbeiten betreffen daher nicht eine Sachmängelhaftung und/oder
Garantiehaftung.
• das Abgasverhalten des Fahrzeuges der Norm 70/200/EWG in der Fassung 94/12/EG
entspricht.
• das zu tankende Gas ein Gemisch von 60/40 bzw. 70/30 (Verhältnis: Propan/Butan) ist.
• der Einbau einer Gasanlage zum Verlust der Garantie des Fahrzeugherstellers führen
kann.
• Ihr Umrüst-Bertrieb nur haftbar ist, für Schäden die auf Grund der Gasanlage und/oder
durch dessen fehlerhaften Einbau entstehen.

Ihr kompetenter Partner für Gasanlagentechnik und Zubehör
ESGI-Autogasanlagen für Umrüstbetriebe, Werkstätten und Autobesitzer.
Copyright © 2009 ESGI Autogastechnik GmbH · Hannah-Vogt-Str.7 D-37085 Göttingen · Tel.: +49(0)551 / 531 11 97

Datenschutzerklärung